Technologie

Technik Innovation

Der Marine-Motorenmarkt teilt sich heute in die beiden großen Bereiche der gewerblichen Schifffahrt und der Freizeitschifffahrt. Aktuell gibt es in dem besonders für kommerzielle Anwendungen interessanten Segment zwischen 30 und 52 kW (40 bis 70 PS) keine Dieselaußenbordmotoren.

Im Leistungsspektrum der kleineren Motoren oder Boote (bis 75 kW / 100 PS) kommen überwiegend Benzinaußenbordmotoren als Antrieb zum Einsatz. Die Gründe liegen in ihrer Kompaktheit, der einfachen Installation und ihrer Servicefreundlichkeit. Der dieseltypische Drehmomentvorteil, der geringere Kraftstoffverbrauch und die zollfreie Beschaffung bei einigen Anwendungen sprechen jedoch für den Einsatz eines Dieselaußenborders. Beispielsweise ist ein Dieselmotor bei dem Einsatz von Rettungsbooten deutlich komfortabler und wirtschaftlicher.

Hier kommt noch ein weiterer Vorteil zum Tragen: Mit einem Dieselaußenborder ist keine explosionsgeschützte Einlagerung (wie bei der Verwendung von Benzin) an Bord mehr notwendig.

Bei der Entwicklung eines Dieselaußenborders spielt das Vibrationsverhalten eine wichtige Rolle. Die dieseltypischen Vibrationen würden über die Halterung direkt auf das Boot übertragen werden.

principle

Das patentierte NEANDER Shark Doppelkurbelwellen-Design eliminiert durch die zwei gegenläufigen Kurbelwellen genau diese Massenkräfte und sorgt so für einen nie dagewesenen, nahezu schwingungsfreien Lauf des Außenborders.

Das wurde bisher nur von großen sechs- und mehrzylindrigen Motoren erreicht!

 

Seitenführung des Kolbens als Schlüssel

Eine Schlüsselrolle beim Design eines Doppelkurbelwellenmotors mit geschränktem Kurbeltrieb und zwei Pleuelstangen spielt die Seitenführung des Kolbens. Hier muss ein Kippen des Kolbens im Zylinder verhindert werden, um so die Langlebigkeit zu sichern. Dieses Problem haben wir mit dem ebenfalls patentierten „Spaceball“ gelöst. Durch diese Lagerung wird die Bewegung der geschränkten Pleuelstangen aufgenommen und sorgt so für einen verschleißarmen Lauf des Kolbens im Zylinder.

Spaceball Deutsch

Die vorstehende Grafik zeigt die Charakteristik des „Spaceballs“ und die dadurch erreichte Rotationsfreiheit. So wird verhindert, dass der Kolben laterale Bewegungen macht und stattdessen der Zylinderachse folgt.

Das Aluminiumdesign des Zylinderblocks mit dem geschlossenen Deck bringt einen Gewichtsvorteil und ist dabei überaus robust und wartungsfreundlich. Zylinderkopf, Block und Bedplate sind durch sogenannte Langschrauben miteinander verbunden, wodurch ein optimaler Drucklastausgleich erreicht wird. Kalibrierte Öldämpfungen der Verschraubungen sorgen zusätzlich für Stabilität – eine vielfach bewährte Konstruktion aus dem Hochleistungs-Marinemotorensegment.

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